Institut für Kategoriale Analyse

INKATAN

Archive for the ‘Veranstaltungen’ Category

Kapitalismus und Geschlecht

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Mit Philipp Metzger (Inkatan, Frankfurt am Main)

In dieser Einführung in die kategoriale Kritik verbunden mit einer feministische Analyse wollen wir einen Gegenentwurf zu den meist nur an der gesellschaftlichen Oberfläche kratzenden phänomenologischen „Ungleichheits-“ Theorien leisten – die zwar einiges veranschaulichen aber wenig erklären können.
Im Gegensatz dazu werden wir in unserem Vortrag dieses Versäumnis reflektieren, es soll dargelegt werden, dass Geschlecht „und“ Kapitalismus dialektisch miteinander verbunden sind, ohne dass dabei das eine aus dem anderen abgeleitet werden kann. Dieses erfolgt aus der Perspektive einer differenzierten Formtheorie und damit unter Zuhilfenahme der Marxschen Kategorien. Read the rest of this entry »

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September 21st, 2010 at 4:12 pm

»If worst comes to worst« – Antisemitismus, Rassismus und Kapitalismustheorien

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Mit Jan Schlemermeyer (Inkatan, Frankfurt am Main)

Dass Antisemitismus und Rassismus als Herrschafts- und Diskriminierungsformen abzulehnen sind, ist in der politischen Linken weithin Konsens. Doch damit fangen die Probleme in der Regel erst an. Schließlich stellt sich die Frage, was Rassismus und Antisemitismus eigentlich genau sind und wie sie als Ideologien funktionieren. Zudem sind in den letzten Jahren – von kulturellem bis zu völkischem Rassismus oder auch von religiös-fundamentalistischem bis hin zu nationalsozialistischem Antisemitismus etwa – durchaus verschiedene ideologische Formen aufgetreten. Darüber hinaus wird immer wieder gefragt, was die Besonderheit des Antisemitismus ist und diesen vom klassischen Rassismus unterscheidet.
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August 6th, 2010 at 11:46 am

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Seminar: Einführung in die Kritik der Politischen Ökonomie

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Das Interesse an der Theorie von Karl Marx und insbesondere seinem Hauptwerk Das Kapital verläuft meist antizyklisch zur aktuellen wirtschaftlichen Gesamtlage. So herrscht in Zeiten ökonomischer Krisen ein großes, aber meist ebenso oberflächliches, Interesse an dem bekanntesten Kritiker moderner gesellschaftlicher Verhältnisse. Tiefergehende Auseinandersetzungen finden dabei meist nicht statt. Was sind nun die kritischen Implikation des Kapitals? Read the rest of this entry »

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August 3rd, 2010 at 1:51 pm

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Kritik der Politik als Politikwissenschaft? Zur materialistischen Staatstheorie von Johannes Agnoli

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Mit Jan Schlemermeyer (Inkatan, Frankfurt am Main)

In den aktuellen Debatten der materialistischen Staatstheorie sind die Überlegungen von Johannes Agnoli kaum noch Thema. Wenn überhaupt, wird auf seine Zeitdiagnose „Die Transformation der Demokratie“ verwiesen, eine Auseinandersetzung mit seinem weitergehenden staatstheoretischen Konzept bleibt jedoch aus. Im Gegensatz zu den breit rezipierten, hegemonietheoretischen Überlegungen von beispielsweise Nicos Poulantzas scheint Agnolis Ansatz einer „Kritik der Politik“ (Agnoli) ungeeignet für eine Analyse der aktuellen Transformationsprozesse (demokratischer) Staatlichkeit zu sein. Ein Grund dafür dürfte sein, dass er im Verdacht steht, ein – wenngleich bemerkenswert wortgewaltiges – Anhängsel der Staatsableitungsdebatte der 1970er Jahre zu sein und deren Funktionalismus zu teilen. Darüber hinaus hat Agnoli sich aber auch selbst nie besonders darum bemüht, seine Arbeiten für wissenschaftliche Debatten aufzubereiten.

Gleichwohl lassen sich seine Überlegungen für die aktuellen Herausforderungen der materialistischen Staatstheorie nutzbar machen. Eine Systematisierung von Agnolis Überlegungen verweist dabei nicht nur auf Widersprüche und blinde Flecken bei Agnoli selbst, sondern vielmehr auch auf die ungeklärten Fragen einer materialistischen Gesellschaftstheorie als Ganzer. Denn sie erfordert, insofern sie die bekannte Gegenüberstellung von Funktionalismus und Handlungstheorie nicht einfach wiederholen will, eine Reformulierung  grundlegender materialistischer Analysen der kapitalistischen Gesellschaft. Im Vortrag soll in diesem Sinne auf der Grundlage wertkritischer Überlegungen (u.a. von Moishe Postone) ein mögliches Konzept der Transformation demokratischer Staatlichkeit skizziert werden. Die kapitalistische Gesellschaft ist demnach entlang des immer zugleich politischen und ökonomischen Gesamtprozesses ihrer Reproduktion, dem Veränderung und – relative – Kontingenz nicht entgegengesetzt, sondern vielmehr immanent ist, zu analysieren. Diskutiert werden soll u.a., inwiefern sich mit diesem Ansatz die älteren und neueren Veränderungen demokratischer Staatlichkeit adäquater begreifen lassen

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März 15th, 2010 at 9:16 pm

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»Die Produktion von (Un-)Sicherheit« – Zur Funktion von Sicherheit in der kapitalistischen Vergesellschaftung

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Mit Anna Kern, Institut für kategoriale Analyse

Der Begriff der Sicherheit prägt aktuell eine große Anzahl sowohl der gesellschaftlichen, wie auch der gesellschaftstheoretischen Debatten. Dabei ist besonders auffällig, dass die Bedeutung, die dem Begriff dort zugeschrieben wird, je nach gesellschaftstheoretischem Hintergrund und normativer Perspektive der Sprecher_innen, in einem Maße variiert, das die Verständigung darüber fast verunmöglicht. Auch und gerade in der Linken ist dieses Thema virulent. Hier spielen aktuell Sicherheitsdiskurse eine große Rolle, in denen die Ausweitung staatlicher Kontrolle und Überwachung  kritisiert und sich dieser entgegengestellt werden soll. Auch hier fehlen jedoch oftmals Argumente gegen „Sicherheit“ und die Debatten verlaufen sich in Deutungskämpfen darüber, wessen Sicherheit eigentlich gerade verhandelt wird.

Die materialistische Analyse von „Sicherheit“ zeigt, mit Hilfe der Explikation der gesellschaftstheoretischen Hintergründe, auf welchen gesellschaftlichen Ebenen dem Begriff jeweils eine konkrete Funktion für die kapitalistische Vergesellschaftung zugesprochen werden kann. Es wird eine Argumentation entwickelt, die das als natürlich geltende Bedürfnis nach Sicherheit zwar in seiner Materialität ernstnimmt, es darüber hinaus aber ebenso als gesellschaftlich verallgemeinertes Bedürfnis kritisieren und somit, analog zur Marxschen Kategorie des Warenfetisch, einen Begriff des Sicherheitsfetisch ausmachen kann. Auf dieser Grundlage können dann Argumente für einen kritischen Sicherheitsdiskurs entwickelt werden, die bis zur gesellschaftlichen Ursache des Problems vordringen können.

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März 4th, 2010 at 10:58 pm

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»Von der impliziten Werttheorie zur expliziten Revolutionstheorie im Postoperaismus«

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Philipp Metzger, Institut für kategoriale Analyse

Vorgestellt wird die Arbeit von Philipp Metzger, in welcher er die Werttheorie von Michael Hardt und Antonio Negri sowie die zugrundeliegenden geschichtsphilosophischen Prämissen analysiert. Angesichts der zunehmenden Bedeutung ›immaterieller Arbeit‹ im postfordistischen Kapitalismus, so die These der Autoren, scheint sich die Frage nach der Gültigkeit des Marxschen Wertgesetzes zu stellen. Die Marxsche Werttheorie analysiert die Kategorie des Wertes als soziales Verhältnis und damit kapitalistische Vergesellschaftung als strukturell antagonistische. Die Frage nach dem Wert und die Debatte über die Werttheorie bewegen sich daher im Spannungsfeld von Struktur und Handlung. Michael Hardt und Antonio Negri kommen zu dem Fazit, dass das Wertgesetz, wonach Arbeitszeit Wert bildet, angesichts der neuen Produktivkräfte revidiert werden müsse. Dabei folgt aus ihrer Analyse einer neuen fragmentarischen Werttheorie, dass die immaterielle Arbeit das Potenzial für eine Art »spontanen Kommunismus« bereithalte. Diese Analysen werden darstellt und mit einer kritischen Darstellung konfrontiert. Der Referent stellt in diesem Kontext seine These vor, wonach die Autoren zu ihrer Analyse nur aufgrund ihrer ultra-substanzialistischen Interpretation des Marxschen Wertgesetzes und einer verkürzten Technikkritik kommen konnten.

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Februar 20th, 2010 at 1:28 am

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